Billigeres Autogas lässt die Fahrer über einen Wechsel nachdenken

Weil ein Ende der Benzinpreiserhöhungen nicht in Sicht ist, denken immer mehr Autofahrer über den Kauf eines gasbetriebenen Fahrzeugs nach. Diese Entwicklung kann man gut am dichter werdenen Gastankstellennetz beobachten. Im Jahr 2008 sind bis Juli 600 Tankstellen dazugekommen, die Flüssiggas, auch unter der Abkürzung LPG (Liquified Petroleum Gas) bekannt, anbieten. Soviel weiß der Energie Informationsdienst zu berichten. Die Zahl der öffentlich zugänglichen Flüssiggastankstellen nähert sich der 4.000er-Grenze. Vor allem Nordrhein-Westfalen kann einen enormen Zuwachs verbuchen: innerhalb von sechs Monaten kamen im ersten Halbjahr 2008 115 neue Tankstellen dazu. Somit sind jetzt 680 Tankstellen im bevölkerungsreichsten Bundesland vorzufinden.

Erdgas vs. Autogas

Erdgas kann sich gegenüber LPG nicht durchsetzen. Ein Grund dafür ist, dass sich Benziner einfacher auf Autogas umrüsten lasssen würden. Das in anderen Ländern bein bereits gut ausgebautes Netz an Autogastankstellen zu finden ist, tut ein Übriges. Der Deutsche Verband Flüssiggas schätzt, dass momentan, also im Juli 2008 200.000 Autogasfahrzeuge, aber nur 70.000. Erdgasfahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Das Tankstellensterben hat trotz der angezogenen Preise und den sparsamen Verbrauchern etwas abgenommen.

Anzahl der Tankstellen

Am 1. Juli gab es 14.883 Tankstellen, dass sind nur 19 weniger als am 1. Januar. Seit 2003 betrug der Verlust an Tankstellen um die 1.000 Stück. Aral und Shell sind mit jeweils 23% Marktanteil Marktführer. Aral hat 2330 Straßen- und 70 Autobahntankstellen, Shell kann mit 2161 Straßen- und 51 Autobahntankstellen aufwarten, Auf Platz drei befinden sich die Freihen Tankstellen mit 1792 Stationen. Weil inzwischen die Tankstellen Betreiber mehr mit dem verdienen, was sie im Kassenraum feilbieten, leidet auch deren Einkommen. So würden laut einer Umfrage 63% der Autofahrer wegen der hohen Spritpreise auf zusätzliche Einkäufe verzichten.